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Certyneo
Rechtsleitfaden · CNB 2026

Elektronische Signatur für Anwälte: Vollständiger Leitfaden

Vom ersten Mandantengespräch bis zur endgültigen Transaktionsvereinbarung, einschließlich der von einem Anwalt gegengezeichneten Urkunde (Art. 66-3-1 Gesetz 1971, verstärkte Beweiskraft), Gesellschaftssatzungen und Abtretung von Gesellschaftsanteilen – der Anwalt verwaltet ein erhebliches Volumen an Urkunden unter Privatschrift. Dieser Leitfaden erklärt, wie man alles unter Einhaltung der CNB-Regeln und des Berufsgeheimnisses digitalisiert.

Aktualisiert am

Rechtsrahmen: Elektronische Signatur in einer Anwaltskanzlei

Die Berufsregeln des CNB (RIN), das Berufsgeheimnis (Art. 66-5 Gesetz 1971) und die von einem Anwalt gegengezeichnete Urkunde (Art. 66-3-1 bis 66-3-3) regeln die Tätigkeit der Kanzlei. Die eIDAS-konforme fortgeschrittene Signatur (AES) erfüllt diese Anforderungen mit hohem Beweisstandard.

  • Honorarvereinbarung: AES empfohlen (Art. 10 Macron-Gesetz)
  • Von Anwalt gegengezeichnete Urkunde: AES-Mandant + AES-Gegenzeichnung Anwalt (Art. 66-3-1)
  • Satzungen SAS/SARL/SCI: AES Multi-Gesellschafter (Art. 1832 C. civ., L210-6 C. com.)
  • Abtretung von Gesellschaftsanteilen: AES + Zustimmung Gesellschafter (Art. L221-14, L223-17)

In einer Anwaltskanzlei elektronisch zu unterzeichnende Urkunden

Honorarvereinbarung (Art. 10 Macron-Gesetz)
Von Anwalt gegengezeichnete Urkunde (Art. 66-3-1 Gesetz 1971)
Gesellschaftssatzungen (SAS, SARL, SCI, EURL)
Abtretung von Gesellschaftsanteilen (SARL, SAS, SCI)
Vergleichsprotokoll und Vergleichsvereinbarung
Mandat ad litem und Anwaltsvollmacht

Typischer Workflow für eine von Anwalt gegengezeichnete Urkunde

  1. 1

    Urkunde unter Privatschrift vorbereiten

    Honorarvereinbarung, Bürgschaft, Schuldanerkentnis, Vergleichsvereinbarung… Die von einem Anwalt unterzeichnete Urkunde macht jede sonst gesetzlich erforderliche handschriftliche Erwähnung entbehrlich (Art. 66-3-3).

  2. 2

    Unterschrift des Mandanten

    Der Mandant erhält einen per E-Mail geschützten Link + OTP-SMS. Fortgeschrittene Signatur (AES) in 2 Minuten, ohne Besuch in der Kanzlei.

  3. 3

    Elektronische Gegenzeichnung des Anwalts

    Der Anwalt erhält die vom Mandanten unterzeichnete Urkunde und bringt seine AES-Gegenzeichnung an. Der qualifizierte Zeitstempel bescheinigt die Reihenfolge der Unterschriften.

  4. 4

    Verstärkte Beweiskraft

    Die Urkunde bescheinigt die Schrift und Unterschrift der Parteien (Art. 66-3-2) – macht das Verfahren zur Überprüfung der Echtheit entbehrlich, falls angefochten. Archivierung 10 Jahre mit Audit Trail.

Häufig gestellte Fragen – Elektronische Signatur in einer Anwaltskanzlei

Kann eine Honorarvereinbarung elektronisch unterzeichnet werden?
Ja, ohne Probleme. Artikel 10 des Gesetzes vom 31. Dezember 1971, geändert durch das Macron-Gesetz, verlangt eine schriftliche Form, schreibt aber keine bestimmte Form vor. Die fortgeschrittene Signatur (AES) von Certyneo erfüllt die Beweisanforderung mit dem Vorteil, den Abschluss vor Leistungsbeginn genau zu zeitstempeln.
Was ist eine elektronische Anwaltsurkunde und warum ist sie interessant?
Die Anwaltsurkunde (Art. 66-3-1 bis 66-3-3 Gesetz 1971) ist eine Urkunde unter Privatschrift, die von einem Anwalt gegengezeichnet wird. Sie genießt verstärkte Beweiskraft (macht das Verfahren zur Überprüfung der Echtheit entbehrlich), entbindet den Mandanten von handschriftlichen Erwähnungen und erleichtert die Zwangsvollstreckung. Für die Kanzlei ist es ein tangibles, fakturierbares Mehrwertangebot.
Ist die handschriftliche Erwähnung (Bürgschaft, Schuldanerkentnis) wirklich entbehrlich?
Ja – Artikel 66-3-3 entbindet den Mandanten von jeder sonst gesetzlich erforderlichen handschriftlichen Erwähnung. Die Gegenzeichnung des Anwalts ersetzt diese Erwähnung. Dies ist einer der Hauptvorteile der Anwaltsurkunde für die Fernzeichnung.
Wie wird das Berufsgeheimnis gewahrt?
Certyneo wendet TLS 1.3-Verschlüsselung in der Übertragung + AES-256 im Ruhezustand an, strikte Isolierung pro Kanzlei, 100% EU-Hosting (Deutschland, IONOS) ohne Outsourcing außerhalb der EU. DPA GDPR-konform mit spezifischen Klauseln zum Berufsgeheimnis gemäß Art. 66-5 Gesetz 1971.
Wie lange müssen Urkunden aufbewahrt werden?
Mindestens 10 Jahre, abgestimmt auf die bürgerliche Verjährungsfrist (Art. 2224 Code civil). Bei Urkunden im Zusammenhang mit Vermögen oder Erbschaften wird eine längere Aufbewahrung empfohlen. Certyneo archiviert 10 Jahre, Erweiterung verfügbar.
Vollständiger Leitfaden elektronische Signatur · Certyneo-Lösung für Anwälte und Anwaltskanzleien · eIDAS-Leitfaden – SES/AES/QES-Niveaus

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