Glossar-Begriff · Z
Zero Trust (Sicherheit ohne Vertrauen)
Definition
Das Zero-Trust-Modell (Sicherheit ohne Vertrauen) ist eine Sicherheitsarchitektur, die auf dem Grundsatz "Niemals vertrauen, immer verifizieren" basiert — im Gegensatz zum klassischen Perimeter-Modell, das alles innerhalb des Unternehmensnetzwerks vertraut. Seine Säulen sind: kontinuierliche Identitätsverifizierung (MFA bei jedem Zugriff), minimale Berechtigung (auf operationalen Bedarf beschränkter Zugriff), Mikro-Segmentierung (Service-Isolation), Traffic-Inspektion (einschließlich intern) und Echtzeit-Überwachung. Im Kontext der elektronischen Signatur wird Zero Trust auf mehreren Ebenen angewendet: Zugriff auf das HSM (keine privaten Schlüssel ohne starke Authentifizierung des Operators zugänglich), Zugriff auf Envelopes (identitätsbasierte Kontrolle, nicht nur Link-basiert) und Admin-Zugriff (kurzlebige Sessions mit automatischer Widerrufung). Das NIST-Framework SP 800-207 und der ANSSI-Leitfaden "Recommandations sur le Zero Trust" (2021) formalisieren die Anforderungen in Frankreich.
Zugehörige Leitfäden
Verwandte Begriffe
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