Das Identitätsportemonnaie: Anwendungsfälle im Unternehmen
Für Unternehmen verspricht das europäische Portemonnaie für digitale Identität schnellere und sicherere Kundenakquisitionsprozesse: Kundeneinstieg, KYC, Personalverwaltung und Signatur stützen sich auf eine überprüfte und wiederverwendbare Identität.
Regulatorischer Rahmen eIDAS 2.0
Die Verordnung (EU) 2024/1183 schreibt vor, dass viele private Akteure die europäische Identitätsbrieftasche als Identifizierungsmittel akzeptieren müssen, wenn eine starke Benutzerauthentifizierung gesetzlich erforderlich ist, insbesondere in den Bereichen Bankwesen, Versicherungen, Telekommunikation und öffentliche Dienste.
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- Die Relying Parties, die Daten aus der Brieftasche erhalten möchten, müssen registriert sein und die angeforderten Attribute erklären, nach dem Prinzip der Datenminimierung.
- Die Brieftasche erleichtert die Erfüllung der KYC/LCB-FT-Verpflichtungen (Know Your Customer/Geldwäschebekämpfung und Terrorismusfinanzierung), indem sie eine überprüfte Identität mit hohem Gewährleistungsniveau bereitstellt.
- Die von der Brieftasche präsentierten Daten profitieren von grenzüberschreitender Anerkennung, was die Geschäftsbeziehung mit Kunden aus anderen Mitgliedstaaten vereinfacht.
- Das Unternehmen bleibt für die Verarbeitung der erhaltenen Daten (DSGVO) verantwortlich und darf nur die für den deklarierten Zweck notwendigen Attribute anfordern.
Betroffene Komponenten
Schritte
- 1
Onboarding und Geschäftsbeziehung
Der Kunde präsentiert seine Identität über die Brieftasche: Das Unternehmen erhält sofort überprüfte Daten, ohne Neueingabe oder Hochladen von Dokumenten.
- 2
KYC-Kontrolle / Compliance
Die Verpflichtungen zur Kundenkenntnis werden durch eine Identität mit hohem Gewährleistungsniveau erfüllt, was Betrug und Kosten für manuelle Überprüfungen reduziert.
- 3
HR-Prozesse und Befugnisse
Bei der Einstellung weist der Mitarbeiter Identität und Diplome nach; Attributbescheinigungen vereinfachen die Überprüfung von Qualifikationen.
- 4
Unterzeichnung des Vertrags
Der Vertrag wird elektronisch bis zur qualifizierten Stufe auf der Grundlage der bereits im Wallet überprüften Identität unterzeichnet.
Häufig gestellte Fragen
- Wie verbessert das Wallet das Kundenonboarding?
- Der Kunde teilt eine bereits vom Staat überprüfte Identität, was die erneute Eingabe und das Hochladen von Nachweisdokumenten überflüssig macht. Die Geschäftsbeziehung wird schneller eingeleitet, mit deutlich verringertem Risiko von Dokumentbetrug.
- Hilft das Wallet bei der Einhaltung von KYC?
- Ja. Durch die Bereitstellung von Identitätsdaten mit hohem Garantieniveau erleichtert das Wallet die Anforderungen zur Kundenkenntnis und Bekämpfung von Geldwäsche und reduziert gleichzeitig manuelle Überprüfungen.
- Welche HR-Anwendungsfälle sind betroffen?
- Die Identität des Mitarbeiters, die Überprüfung von Diplomen und Qualifikationen durch Attributattestierungen sowie die Unterzeichnung des Arbeitsvertrags und von Einstellungsdokumenten.
- Muss mein Unternehmen das Wallet akzeptieren?
- Akteure aus Sektoren, die starker Authentifizierung unterliegen (Banken, Versicherungen, Telekommunikation, öffentlicher Sektor, sehr große Plattformen), müssen es akzeptieren. Andere Unternehmen können sich dafür entscheiden, es zu integrieren, um ihre Prozesse zu optimieren.
- Wie wird das Wallet mit elektronischer Signatur verbunden?
- Das Wallet kann ein qualifiziertes Signaturzertifikat enthalten. Eine vorab überprüfte Identität sichert die Signatur; siehe unseren Leitfaden "Mit dem europäischen Wallet signieren" und unsere Banking-Versicherungslösung.
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