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Certyneo
Glossarbegriff · M

MFA (Multi-Faktor-Authentifizierung)

Definition

MFA (Multi-Factor Authentication, Multi-Faktor-Authentifizierung auf Deutsch — manchmal auch als 2FA abgekürzt für Two-Factor Authentication, wenn genau zwei Faktoren kombiniert werden) ist ein Sicherheitsmechanismus, der die Vorlage von mindestens zwei Identitätsnachweisen aus verschiedenen Kategorien erfordert:

Wissensfaktor ("was ich weiß") : Passwort, PIN-Code, Antwort auf eine Sicherheitsfrage, Passphrase.
Besitzfaktor ("was ich besitze") : Telefon, das einen OTP per SMS oder TOTP-Anwendung erhält (Google Authenticator, Authy, 1Password), YubiKey oder ein anderer FIDO2-Schlüssel, Zertifikat auf einer Smartcard.
Inhärenzfaktor ("was ich bin") : Fingerabdruck, Gesichtserkennung, Stimme, Iris. Implementiert über native OS-APIs moderner Betriebssysteme (Face ID, Touch ID, Windows Hello, Android BiometricPrompt).

MFA vs. 2FA : 2FA ist eine strikte Teilmenge der MFA — genau zwei Faktoren. MFA kann zwei, drei oder mehr Faktoren kombinieren. Die Öffentlichkeit verwechselt die beiden Begriffe häufig; in der B2B- und Rechtscybersicherheit ist MFA der Oberbegriff.

MFA und elektronische Signatur : die fortgeschrittene elektronische Signatur (AES) erfordert eine starke Authentifizierung des Unterzeichners, was in der Praxis in eine MFA übersetzt wird (typischerweise E-Mail + OTP SMS). Die qualifizierte Signatur (QES) verlangt eine verstärkte MFA — Identitätsüberprüfung mit Ausweisdokument + Besitzfaktor (Smartcard oder QSCD). Die eIDAS-Verordnung nennt MFA nicht ausdrücklich, schreibt sie aber über die Anforderungen der starken Authentifizierung vor.

Implementierung bei Certyneo : MFA ist obligatorisch für alle Administratorzugriffe (TOTP über Google Authenticator oder OTP per E-Mail zur Auswahl). Für Unterzeichner wird die Kombination E-Mail + OTP SMS standardmäßig auf AES-Umschlägen angewendet. Siehe auch OTP und starke Authentifizierung.

Häufig gestellte Fragen

Was sind Beispiele für MFA?

Die häufigsten Beispiele für Multi-Faktor-Authentifizierung: ein OTP-Code per SMS oder E-Mail, eine TOTP-Anwendung (Google Authenticator, Microsoft Authenticator), ein physischer Sicherheitsschlüssel (YubiKey, FIDO2/WebAuthn), Biometrie (Fingerabdruck, Gesichtserkennung), eine professionelle Chipkarte oder eine Push-Benachrichtigung zur Bestätigung auf dem Mobilgerät. Eine MFA kombiniert mindestens zwei Faktoren aus verschiedenen Familien: etwas, das man kennt, etwas, das man besitzt, oder etwas, das man ist.

Was ist der Unterschied zwischen MFA und 2FA?

2FA (Zwei-Faktor-Authentifizierung) ist ein Spezialfall von MFA, der genau zwei Faktoren kombiniert — typischerweise Passwort + OTP-Code. MFA bezeichnet jede Kombination von mindestens zwei Faktoren und kann mehrere überlagern (Passwort + OTP + Biometrie). Jede 2FA ist also eine MFA, aber eine MFA kann weiter gehen.

Ist MFA für eine fortgeschrittene elektronische Signatur obligatorisch?

Die eIDAS-Verordnung schreibt MFA nicht zwingend vor, aber die fortgeschrittene Signatur verlangt, dass die Signatur eindeutig an den Unterzeichner gebunden und unter seiner ausschließlichen Kontrolle erstellt wird (Art. 26). In der Praxis bedeutet dies starke Authentifizierung: Certyneo überprüft den Zugriff des Unterzeichners auf sein E-Mail-Postfach und sendet ihm dann einen OTP-Code per SMS — zwei unterschiedliche Faktoren — bevor die Signatur und ihr Audit-Trail versiegelt werden.

Bereit, diese Konzepte in die Praxis umzusetzen?

Certyneo ermöglicht es Ihnen, eIDAS-konforme Signaturmappen in wenigen Klicks zu erstellen, ohne Installation.