Sicheres Bezahlen: E-Commerce-Standards und Zertifizierungen
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Sicheres Bezahlen: Standards und Zertifizierungen im E-Commerce
Die Sicherung von Transaktionen ist für jede E-Commerce-Website zu einem strategischen Thema geworden. Nach Angaben der Banque de France erreichte die Betrugsrate bei Online-Zahlungen im Jahr 2023 0,193 % und ist damit etwa zehnmal höher als bei lokalen Zahlungen. Angesichts dieses Risikos müssen sich Händler auf ein strenges Ökosystem aus technischen Standards und behördlichen Zertifizierungen verlassen. Das Verständnis dieser Standards ist keine Option: Es handelt sich um eine rechtliche, kommerzielle und versicherungstechnische Verpflichtung, die das Vertrauen der Verbraucher und die Nachhaltigkeit der Aktivität bestimmt.
PCI DSS: die globale Grundlage für KartensicherheitDerPayment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) ⬥⬥⬥, veröffentlicht vom PCI Security Standards Council (Visa, Mastercard, American Express, Discover, JCB), stellt das obligatorische Repository für jeden Akteur dar, der Bankkartendaten speichert, verarbeitet oder überträgt. Version 4.0, die seit dem 31. März 2024 vollständig anwendbar ist, stellt 12 Hauptanforderungen, die in 6 Ziele unterteilt sind: Sicherung des Netzwerks, Schutz von Daten, Verwaltung von Schwachstellen, Kontrolle des Zugriffs, Überwachung von Systemen und Aufrechterhaltung einer Sicherheitsrichtlinie.
Der Grad der Konformität hängt vom Volumen der jährlichen Transaktionen ab:
- Stufe 1 ⬥⬥⬥: mehr als 6 Millionen Transaktionen/Jahr – jährliche Prüfung durch einen QSA (Qualified Security Assessor)Stufe 1 ⬥⬥⬥: mehr als 6 Millionen Transaktionen/Jahr – jährliche Prüfung durch einen QSA (Qualified Security Assessor)
- Stufe 2 ⬥⬥⬥: 1 bis 6 Millionen – SAQ-Selbstbewertung + vierteljährlicher ASV-ScanStufen 3 und 4 ⬥⬥⬥: weniger als 1 Million – Vereinfachter SAQ
- Bei Nichteinhaltung drohen Geldstrafen zwischen 5.000 und 100.000 € pro Monat oder sogar der Verlust der Kartenakzeptanzgenehmigung.3D Secure 2 und starke Authentifizierung (SCA)
Auferlegt durch die
Europäische Richtlinie PSD2 (PSD2)
Europäische Richtlinie PSD2 (PSD2)und deren technische Verordnung RTS,ist die starke Kundenauthentifizierung (Strong Customer Authentication)seit dem 15. Mai verpflichtend. 2021 in Frankreich. Es basiert auf der Kombination von mindestens zwei Faktoren: Wissen (Passwort), Besitz (Smartphone) und Inhärenz (Biometrie).Das Protokoll
3D Secure 2.x(EMV 3DS) ersetzt die historische Version. Es ermöglicht eine Risikoanalyse in Echtzeit unter Verwendung von mehr als 100 Kontextdaten (Gerätefingerabdruck, Verlauf, Warenkorb) und ermöglicht so „reibungslose“ Reisen für Transaktionen mit geringem Risiko. Ergebnis: Umrechnungskurs bleibt erhalten und die Haftung im Betrugsfall geht auf den Kartenherausgeber über (Haftungsverschiebung).(EMV 3DS) ersetzt die historische Version. Es ermöglicht eine Risikoanalyse in Echtzeit unter Verwendung von mehr als 100 Kontextdaten (Gerätefingerabdruck, Verlauf, Warenkorb) und ermöglicht so „reibungslose“ Reisen für Transaktionen mit geringem Risiko. Ergebnis: Umrechnungskurs bleibt erhalten und die Haftung im Betrugsfall geht auf den Kartenherausgeber über (Haftungsverschiebung).
Tokenisierung, Verschlüsselung und zusätzliche Zertifizierungen
⬥⬥⬥ Tokenisierungersetzt sensible Daten durch eine nicht ausnutzbare Kennung, wodurch der PCI DSS-Bereich drastisch reduziert wird. In Verbindung mit der VerschlüsselungTLS 1.2 mindestens(TLS 1.3 empfohlen) undHSM (Hardware Security Modules) zertifiziert FIPS 140-2 Level 3HSM (Hardware Security Modules) zertifiziert FIPS 140-2 Level 3stellt es die aktuelle Best Practice dar.
Weitere Zertifizierungen stärken die Glaubwürdigkeit einer Händlerseite:
- ISO/IEC 27001 ⬥⬥⬥: InformationssicherheitsmanagementSOC 2 Typ II ⬥⬥⬥: Betriebskontrollen bei Cloud-Anbietern
- PSP-Zertifizierungdurch die ACPR für Zahlungsinstitute
- durch die ACPR für ZahlungsinstituteeIDAS-Label
- für qualifizierte elektronische SignaturenIn Frankreich und in Europa geltender Rechtsrahmen
Über PSD2 hinaus regeln mehrere Texte Online-Zahlungen: Das
Währungs- und Finanzgesetz (Artikel L.133-1 ff.)legt fest Verantwortlichkeiten im Betrugsfall; dielegt fest Verantwortlichkeiten im Betrugsfall; dieDSGVO (EU-Verordnung 2016/679)verlangt die Minimierung der erhobenen Bankdaten; DieDORA-Verordnung(anwendbar seit Januar 2025) stärkt die digitale operative Widerstandsfähigkeit von Finanzakteuren. Die CNIL sanktioniert regelmäßig Verstöße: Im Jahr 2023 wurden mehrere Online-Händler wegen nicht konformer CVV-Speicherung zur Rechenschaft gezogen.
Fazit
Bei der Zahlungssicherheit geht es nicht nur darum, regulatorische Kriterien zu erfüllen: Sie ist eine direkte Investition in die Conversion-Rate und den Ruf. Eine PCI DSS 4.0-kompatible Website, die 3DS2 mit intelligenten Ausnahmen und Tokenisierung integriert, reduziert sowohl Betrug (bis zu -80 %) als auch Warenkorbabbrüche. Die jährliche Überprüfung Ihres Zahlungsanbieters (PSP) und die Aktualisierung Ihrer Compliance-Dokumentation sind für jeden seriösen Online-Händler unerlässlich.
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