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Réglementation

Rolle des Notars beim Immobilienkauf: vollständiger Leitfaden

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Rolle des Notars beim Immobilienkauf: vollständiger Leitfaden

Einleitung

Das Eingreifen des Notars ist ein wesentlicher Schritt bei jedem Immobilienkauf in Frankreich. Der Notar, ein vom Justizminister ernannter Amts- und Ministerialbeamter, sichert die Transaktion, garantiert deren Rechtswirksamkeit und schützt die Interessen beider Parteien. Ihre Aufgabe geht über das einfache Verfassen von Urkunden hinaus: Sie unterstützt Käufer und Verkäufer vom ersten Gespräch bis zur Schlüsselübergabe. Das Verständnis ihrer Aufgaben ermöglicht es dem Käufer, die Abläufe vorherzusehen, Fristen zu kontrollieren und die Gesamtkosten seiner Anschaffung zu optimieren. In diesem Artikel werden die rechtlichen Pflichten des Notars, seine konkreten Aufgaben und bewährte Praktiken für eine effektive Zusammenarbeit mit ihm detailliert beschrieben.

Der Notar, Garant für die Rechtssicherheit der Transaktion

Der Notar handelt als öffentlicher Beamter, der der Staatsgewalt unterstellt ist. Gemäß der Verordnung Nr. 45-2590 vom 2. November 1945 verleiht er den von ihm erstellten Akten Authentizität, was ihnen Vollstreckbarkeit und ein bestimmtes Datum verleiht. Beim Erwerb einer Immobilie ist diese Beglaubigung gemäß Artikel 4 des Dekrets vom 4. Januar 1955 über die Grundbucheintragung für jede Eigentumsübertragung obligatorisch.

Vor der Unterzeichnung führt der Notar eingehende Prüfungen durch: den Eigentumstitel des Verkäufers, das Fehlen von Hypotheken oder versteckten Dienstbarkeiten, die städtebauliche Übereinstimmung der Immobilie (städtebauliches Zertifikat, städtisches Vorkaufsrecht), die Einhaltung der obligatorischen technischen Diagnose (DPE, Asbest, Blei, Termiten, ERP). Er stellt außerdem die Rechtsfähigkeit der Vertragsparteien sicher.

Die konkreten Aufgaben des Notars beim Kauf

Die konkreten Aufgaben des Notars beim Kauf

Die Interventionen des Notars erfolgen in mehreren Phasen. Er erstellt zunächst den Kompromiss oder das Verkaufsversprechen, ein Dokument, das die endgültigen Bedingungen der Transaktion festlegt. Während der in Artikel L.271-1 des Bau- und Wohnungsgesetzbuchs vorgesehenen 10-tägigen Widerrufsfrist kann der Käufer ohne Vertragsstrafe zurücktreten.

Zwischen dem Vergleich und der beglaubigten Urkunde (im Allgemeinen 2 bis 3 Monate) sammelt der Notar die obligatorischen Dokumente ein: Hypothekenstatus, Personenstandsurkunde, steuerliche Situation der Immobilie, ggf. Miteigentumsdokumente (Artikel L.721-2 des CCH). Er berechnet auch die entgeltlichen Übertragungsrechte (ca. 5,80 % des Altpreises) und bereitet die Schlusshandlung vor.

Am Tag der Unterzeichnung liest er die authentische Urkunde, sammelt das Geld ein, übergibt die Schlüssel und veröffentlicht den Verkauf im Monat nach der Unterzeichnung beim Grundbuchamt.

Notargebühren und -kosten

Entgegen der landläufigen Meinung fallen „Notargebühren“ nicht vollständig zulasten des Notariats. Sie gliedern sich in drei Teile: Zölle und Steuern (ca. 80 %), die an den Staat und die Gemeinden gezahlt werden; Notargebühren (ca. 10 %), geregelt gemäß Dekret Nr. 2016-230 vom 26. Februar 2016; und Auslagen (Vorschusskosten für die Beschaffung von Dokumenten und Bescheinigungen).

Seit dem Macron-Gesetz vom 6. August 2015 können Notare bei Transaktionen über 100.000 Euro einen Rabatt von bis zu 20 % auf ihre Honorare gewähren, der verhandelbar ist.Seit dem Macron-Gesetz vom 6. August 2015 können Notare bei Transaktionen über 100.000 Euro einen Rabatt von bis zu 20 % auf ihre Honorare gewähren, der verhandelbar ist.

PraxisbeispieleBeispiel 1 – Kauf einer Eigentumswohnung in Lyon ⬥⬥⬥: Für eine Altimmobilie für 350.000 Euro unterzeichnete der Käufer einen Vergleich mit seinem Notar. Er stellte ein zunächst nicht erwähntes Wegerecht fest und ließ den Preis von 8.000 € neu verhandeln, um einen späteren Streit zu vermeiden.

Beispiel 2 – Erwerb einer neuen Immobilie (VEFA) ⬥⬥⬥: Bei einem Verkauf in einem zukünftigen Fertigstellungszustand überprüfte der Notar die finanzielle Fertigstellungsgarantie des Bauträgers (Artikel L.261-11 des CCH) und sicherte die Mittelabrufe in Raten entsprechend dem Fortschritt der Arbeiten ab.Beispiel 3 – Kauf mit Überbrückungskredit ⬥⬥⬥: Der Notar koordinierte die Aufhebung der alten Hypothek und die Einrichtung der neuen Garantie und ermöglichte so eine synchronisierte Unterzeichnung der beiden Vorgänge.

Fazit

Der Notar ist weit mehr als nur ein einfacher Urkundenersteller: Er ist ein neutraler Rechtsberater, der Ihr gesamtes Immobilienprojekt absichert. Durch die Wahl Ihres eigenen Notars (kostenlos, da bei Doppelvertretung die Gebühren zwischen den beiden Kanzleien geteilt werden) profitieren Sie von einer individuellen Beratung. Zögern Sie nicht, es vor dem Vergleich zu konsultieren, um Steuer-, Eigentums- oder Erbschaftsfragen im Zusammenhang mit Ihrem Erwerb zu antizipieren.

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