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Technische Immobilienbesichtigung : DPE-Normen 2026

DPE-Reform 2026 : neue Energieklassen, obligatorische Diagnosen beim Verkauf und bei der Vermietung, und elektronische Unterzeichnung von Berichten.

3 min Lesezeit

Certyneo-Team

Redakteur — Certyneo · Über Certyneo

Die technische Besichtigung einer Immobilie, oft als echtes „Gesundheitscheck" der Wohnung betrachtet, gewinnt mit dem Inkrafttreten der neuen DPE-Normen (Energieeffizienzdiagnose) im Jahr 2026 strategische Bedeutung. Angesichts der regulatorischen Verschärfung durch das Klima- und Resilienzgesetz vom 22. August 2021 müssen Vermietungsunternehmen, Immobilienmakler und Investoren verstärkte Kontrollen und höhere Energieschwellen antizipieren. Dieser Artikel detailliert die erwarteten Entwicklungen und bewährte Praktiken, die angenommen werden sollten.

Die DPE 2026 : eine noch strukturierendere Diagnose

Seit der Reform vom Juli 2021 ist die DPE rechtlich verbindlich geworden. Der von dem Klima- und Resilienzgesetz festgelegte Zeitplan sieht ein schrittweises Vermietungsverbot für thermische Sanierungsfall vor : Wohnungen der Klasse G sind seit dem 1. Januar 2025 zur Vermietung verboten, Klasse F ab dem 1. Januar 2028, und Klasse E ab dem 1. Januar 2034. Diese Entwicklung erfordert ab 2026 erhöhte Aufmerksamkeit bei der technischen Besichtigung vor jeder Transaktion oder Vermietung.

Die Diagnose 2026 integriert nun neue Parameter : verfeinerte Berücksichtigung der Belüftung, Analyse von Wärmebrücken, Bewertung des Sommerkomforts und verstärkte Gewichtung der Treibhausgasemissionen. Die 3CL-DPE-Methode wird weiterentwickelt, um die tatsächliche Gebäudeleistung besser abzubilden.

Die Schlüsselschritte der 2026 konformen technischen Besichtigung

Eine strukturierte technische Besichtigung im Jahr 2026 muss mehrere Bereiche abdecken : Inspektion der Wärmehülle (Wände, Dach, Fenster), Überprüfung der Heiz- und Warmwasserversorgungssystem, Kontrolle der Belüftung (einfache oder doppelte Strömungsanlage) und Bewertung der Energieregelung. Der Diagnostiker, zertifiziert gemäß der Verordnung vom 20. Juli 2023, muss nun einen detaillierteren Bericht erstellen, einschließlich Szenarien für bezifferte Arbeiten.

Das Energieaudit, seit dem 1. April 2023 beim Verkauf von Wohnungen der Klassen F und G obligatorisch, wird 2026 auf Grundstücke der Klasse E in Alleineigentum ausgeweitet. Dieses Audit ergänzt die DPE und wird zum zentralen Dokument bei Verhandlungen.

Auswirkungen auf Verkehrs- und Mietwert

Der „grüne Wert" wird sich als entscheidendes Kriterium durchsetzen. Nach Angaben der Notare Frankreichs wird eine Wohnung der Klasse A oder B im Durchschnitt 6 bis 14 % teurer verhandelt als eine Immobilie der Klasse D in derselben Zone. Umgekehrt trifft thermische Sanierungsfälle ein Preisabschlag von 10 bis 20 %. Investoren integrieren nun systematisch die Kosten für Renovierungsarbeiten in ihre Rentabilitätsberechnung ein, unterstützt durch die Geräte MaPrimeRénov' und die CEE (Energieeinsparungszertifikate).

Sanktionen und verstärkte Verpflichtungen

Die Nichtbeachtung der DPE-Verpflichtungen ist mit erheblichen Sanktionen verbunden. Ein Vermieter, der eine nicht konforme Wohnung vermietet, kann mit einer Mietminderungsklage vor dem Zivilgericht oder der Erzwingung von Arbeiten rechnen (Artikel 20-1 des Gesetzes vom 6. Juli 1989). Die Bereitstellung einer fehlerhaften DPE engagiert die Verantwortung des Diagnostikers, aber auch des Verkäufers auf der Grundlage von Täuschung (Artikel 1137 des Bürgerlichen Gesetzbuches).

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